Griechenland - Kreta
«WURZELN UND WEITE»
8.-17. September 2026
Auf spirituellen Pfaden durch Kreta
mit Katarina Karkala, Chania; Bernhard und Angelika Koch, Kriens
Diese Reise ist mehr als eine Auszeit. Sie ist eine Einladung, langsamer zu werden, tiefer zu gehen und neu zu sehen. Kreta – die Insel zwischen Orient und Okzident, zwischen Berg und Meer – wird für neun Tage zu einem Resonanzraum für Körper, Geist und Seele.
Du wanderst durch uralte Olivenhaine, deren Wurzeln seit Jahrhunderten Wasser und Licht suchen. Du stehst zwischen Reben, die Frucht tragen, weil sie verbunden bleiben. Du gehst Wege, auf denen schon Paulus, Mönche, Pilgerinnen und Suchende unterwegs waren. Und während deine Füße Schritt für Schritt vorangehen, darf dein Inneres nachkommen.
Diese spirituelle Wanderreise verbindet Bewegung und Stille, Natur und Gebet, Geschichte und Gegenwart. Kurze Wanderungen öffnen den Körper, meditative Impulse öffnen das Herz. Klöster, Höhlen und das weite Meer erinnern daran, dass Gott sich oft dort zeigt, wo wir nichts festhalten müssen.
«Wurzeln und Weite» bedeutet: geerdet sein und doch offen. Verwurzelt im Glauben, im eigenen Leben, in der Schöpfung – und zugleich weit werden für neue Perspektiven, für Gottes leises Wirken, für das, was wachsen will.
Du musst nichts leisten. Du darfst einfach gehen, hören, schauen, schmecken, schweigen. Diese Reise schenkt Raum: für Begegnung, für Dankbarkeit, für Fragen ohne schnelle Antworten. Viel-leicht findest du unterwegs nicht alles, was du suchst. Aber sehr wahrscheinlich findest du mehr, als du erwartet hast.
Komm mit auf diesen Weg. Kreta wartet nicht nur draussen – sondern auch in dir.
Bernhard und Angelika Koch
REISEPROGRAMM
1. Tag, Dienstag, 8. September 2026
Zürich – Chania
«Der Herr behüte deinen Ausgang und deinen Eingang.» (Ps 121)
Treffpunkt auf dem Flughafen Zürich um 09.00 Uhr, Abflug mit Aegean Airlines um 11.15 Uhr via Athen nach Chania. Ankunft um 18.55 Uhr. Transfer zu unserer Unterkunft in der Orthodoxen Akademie Kreta nahe Chania, Abendessen und Übernachtung.
Heute beginnt dein Weg in eine unbekannte Umgebung mit anderen neugierigen Menschen. Unser erstes Ziel: Loslassen des Alltags. Zwischen Abflug und Ankunft liegt ein Zwischenraum – ein heiliger Raum. Gott ist nicht erst da, wo du ankommst, sondern schon unterwegs. Er geht mit dir durch Übergänge, durch Müdigkeit, Vorfreude und Unsicherheit. Diese Reise beginnt nicht in Kreta, sondern in deiner Bereitschaft, dich bewegen zu lassen.
2. Tag, Mittwoch, 9. September 2026
Chania
«Wir schauen nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare.» (2 Kor 4,18)
Zunächst lernen wir unseren Aufenthaltsort, die Orthodoxe Akademie Kreta, genauer kennen. Katerina Karkala, Mitarbeiterin bei dieser Akademie - die uns auf unserer Reise teilweise begleiten wird -, führt uns durch diese interessante Institution. Wir besuchen danach ein Ikonenmalatelier und das Kloster Gonya, bevor wir nach dem Mittagessen auf einem Meditationsweg mit Bildern aus dem ‹Vater unser› zum ersten Mal in die Natur Kretas eintauchen. Abendessen und Übernachtung erneut in der Akademie.
Heute begegnest du einer Spiritualität, die anders betet, anders schaut, anders schweigt. Ikonen wollen nicht erklären, sondern öffnen. Sie sind Fenster, keine Bilder. Vielleicht musst du nicht alles verstehen, um berührt zu werden. Gott zeigt sich oft dort, wo wir bereit sind, fremd zu bleiben.
3. Tag, Donnerstag, 10. September 2026
Marathokefala - Spilia – Rethymnon
«Ich bin wie ein grünender Ölbaum im Hause Gottes.» (Ps 52,10)
Die Marathokefala-Höhle, die wir heute besuchen, soll der Überlieferung nach auch von Johannes dem Täufer besucht worden sein, ein Hinweis auf die starke spiritu-elle Tradition des Ortes. In der Nähe befindet sich auch der berühmte älteste Olivenbaum von Vouves sowie Olivenhaine (wir wollen auch eine für Kreta überlebens-wichtige Olivenölproduktionsstätte besuchen). Weiterfahrt nach Rethymnon, Abendessen und Übernachtung in einem Hotel in Rethymnon.
Die Höhle spricht von Rückzug, der Olivenbaum von Geduld. Beides gehört zum geistlichen Leben. Wachsen geschieht im Verborgenen. Frucht braucht Zeit. Dein Leben trägt mehr, als du oft siehst. Geist wirkt
4. Tag, Freitag, 11. September 2026
Fortezza
«Du stellst meine Füße auf weiten Raum.» (Ps 31,9)
Die Fortezza von Rethymnon ist eine venezianische Fes-tung aus dem 16. Jahrhundert, die hoch über der Altstadt thront. Innerhalb der Mauern finden sich die eindrucksvolle IbrahimHan-Moschee, alte Lagerbauten und weite Aussichtspunkte. Von den Bastionen eröffnet sich ein beeindruckender Blick über Stadt, Hafen und Meer – ein stimmungsvoller Ort, der Geschichte und Architektur vereint. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Abendessen und Übernachtung in Rethymnon.
Mauern erzählen von Schutz und Angst zugleich. Auch du hast innere Festungen gebaut. Manche haben dich bewahrt, andere engen dich ein. Gott wohnt nicht hinter Mauern, sondern in der Weite des Herzens. Heute darfst du schauen: Was schützt mich noch – und was darf fallen?
5. Tag, Samstag, 12. September 2026
Margarites - Kloster Arkadi
«Wir tragen diesen Schatz in zerbrechlichen Gefässen.» (2 Kor 4,7)
Margarites ist ein malerisches kretisches Töpferdorf mit lebendiger Keramikkunst, während das Kloster Arkadi als bedeutendes Nationaldenkmal mit eindrucksvoller Architektur und bewegender Geschichte des kretischen Freiheitskampfes gilt. Katerina Karkala wird uns über dieses Kloster sehr viel zu erzählen haben. Nach der Rückkehr nach Rethymnon besteht die Möglichkeit, den katholischen Gottesdienst in der dortigen Kirche zu besuchen. Abendessen und Übernachtung in Rethymnon.
Ton wird nur formbar, wenn er sich berühren lässt. Arkadi erzählt von Opfer, Freiheit und Hoffnung. Christlicher Glaube kennt Leid – aber er bleibt nicht darinstehen. Wo Menschen ihr Leben geben, wächst oft unerwartet Neues.
6. Tag, Sonntag, 13. September 2026
Chania - Chrysopigi
«Seid still und erkennt: Ich bin Gott.» (Ps 46,11)
Morgens um 10.00 Uhr besteht eine zweite Möglichkeit, den katholischen Gottesdienst in der Kirche von Rethymnon zu besuchen und sich so in den Sonntag einzustimmen, bevor wir nach Chrysopigi fahren, einem stillen, spirituellen Kloster nahe Chania, das für seine friedvolle Atmosphäre, gepflegten Gärten und seine starke meditative Ausstrahlung bekannt ist. Es bietet Besucherinnen und Besuchern einen Ort der Ruhe, der Naturverbundenheit und der orthodoxen Spiritualität. Abendessen und Übernachtung In Rethymnon.
Der Sonntag unterbricht das Müssen. Er erinnert dich: Du bist mehr als dein Tun. In Chrysopigi darfst du sein, nicht leisten. Gott begegnet dir nicht im Lärm, sondern in der stillen Treue des Alltags.
7. Tag, Montag, 14. September 20267. Tag, Montag, 14. September 2026
Falassarna
«Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.» (Joh 15,5)
Ob beim Besuch auf einem Weingut (selbstverständlich mit Degustation!) oder am Abend in Falassarna, einem der schönsten Strände Kretas, berühmt für seinen langen Sandstrand, das klare türkisfarbene Wasser und seine spektakulären Sonnenuntergänge, von denen wir einen miterleben wollen: heute ist viel Erholung und Entspannung angesagt. Abends Rückfahrt nach Rhethymnon.
Wein und Meer sprechen von Fülle. Jesus verwandelt Wasser in Wein – nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Freude. Auch dein Glaube darf genussfähig sein. Dankbarkeit als geistliche Haltung.
8. Tag, Dienstag, 15. September 2026
Gortyn - Kali Limenes – Matala
«Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.» (2 Kor 12,9)
Die Tituskirche in Gortyn ist eine frühchristliche Basilika aus dem 6. Jahrhundert, deren eindrucksvolle Ruinen an den heiligen Titus erinnern und Einblick in die frühe christliche Geschichte Kretas geben. Weiter geht es heute ganz in den Süden der Insel, nach Kali Limenes, einer abgelegenen Bucht, bekannt für ihr glasklares Wasser, die ruhige Atmosphäre und ihre besondere Bedeutung als Zufluchtsort des Apostels Paulus. Den Tag beschliessen wir mit einem Besuch von Matala, einem lebendigen Küstenort an Kretas Südküste, bekannt für seine markanten Felsenhöhlen, den goldenen Strand und seine entspannte, leicht alternative Atmosphäre. Wir nehmen in einem dortigen Restaurant unser Nachtessen ein, bevor wir nach Rhethymon in unser Hotel zurückkehren.
Paulus strandete – und genau dort begann Neues. Nicht jede Umleitung ist ein Fehler. Gott schreibt Geschichte auch mit Brüchen. Vielleicht ist dein Glaube gerade dort am ehrlichsten, wo er ungeplant ist.
9. Tag, Mittwoch, 16. September 2026
Kournas-See – Kavros
«Bewahre diese Dinge in deinem Herzen.» (Lk 2,19)
Der Kournas-See ist der einzige natürliche Süsswassersee Kretas und beeindruckt mit seinem klaren, türkis-grünen Wasser, umgeben von sanften Hügeln und einer idyllischen Landschaft, die zu Spaziergängen und Erholung einlädt. Am Nachmittag wandern wir durch die Olivenhaine bei Kavros und halten Rückblick auf unsere Reise zu «Weite und Wurzeln». Ein letztes Abendessen und eine letzte Nacht in Rethymnon, dann heisst es schon bald: Packen!
Wasser sammelt sich. Wurzeln halten fest. Heute darfst du schauen, was geblieben ist. Diese Reise endet, aber sie wirkt weiter. Gott geht nicht zurück - er geht mit dir.
10. Tag, Donnerstag, 17. September 2026
Heraklion – Zürich
«Der Gott des Weges segne dich.»
Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen von Heraklion, wo unser Aegean-Airlines-Flieger uns via Athen nach Zürich bringt. Dort kommen wir um 18.05 Uhr an. Der Gott des Weges segne dich. Er bewahre, was in dir gewachsen ist. Er öffne dir Weite im Alltag und halte dich verwurzelt im Vertrauen. Amen.
Programmänderungen vorbehalten.
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