Schottland

SCHOTTLAND: GESCHICHTE UND LANDSCHAFT, GAR NICHT GEIZIG

26. August - 5. September 2026

Reise mit Luisa Heislbetz, Langendorf SO

Eine Schottlandreise von terra sancta tours hat ihr eigenes Tempo. Wir lassen uns Zeit für Menschen, Landschaft, geschichtliche Spuren. Zeugnissen der wechselhaften kirchlichen Situation seit der Kirchenreform von Heinrich VIII. im Jahr 1534 begegnen wir immer wieder. Es sind - für unseren Blick - imposante Klosterruinen, genauso wie Kirchen mit der für Schottland typischen Krone aus Stein. Die bekannteste ist sicher St. Giles, die Kathedrale von Edinburgh. Bewusst sind die Tage so gestaltet, dass Zeit bleibt für einige (kürzere) Wanderungen und den Besuch kleiner Küstenorte und geschichtsträchtiger Schlösser mit ihren Gärten.

Die Begeisterung für Schottlandreisen begann mit Queen Victoria, die 1855 erstmals den Sommer auf Schloss Balmoral in den Highlands verbrachte. Mit der Königin kam die Eisenbahn, der Ausbau der Infrastruktur – und Touristinnen und Touristen, angezogen vom Reiz der wilden Natur. Der Cairngorms National Park ist der grösste Nationalpark in Schottland, seine Schönheit entdecken wir auf unserer Reise, genauso wie die Moray-Region mit dem Whiskey-Trail und die Nordseeküste. Zwei Städte geben einen Eindruck vom Alltags-Schottland: Edinburgh, die Hauptstadt, und Aberdeen, das Wirtschaftszentrum an der Ostküste mit seinem bedeutenden Hafen.

Geschichtliche Ereignisse bestimmen Schottlands Identität und das Lebensgefühl vieler Menschen bis heute. Am prägendsten ist wohl der Kampf gegen England zur Verteidigung der Unabhängigkeit, die 1707 endgültig verlorenging. Burgruinen sind Zeugen dieser jahrhundertelangen Auseinandersetzungen. Erst mit der Gründung des schottischen Parlaments in Edinburgh im Jahr 1999 erhielt Schottland wieder eine gewisse Eigenständigkeit von der Regierung in London.

Noch einschneidender war wohl die wirtschaftliche Entwicklung: damit Wolle in grossen Mengen für die aufkommende mechanische Industrie in englischen Städten wie Manchester zur Verfügung stand, wurde in weiten Teilen der Highlands die Bevölkerung in den «Highland clearences» aus ihren Dörfern vertrieben. Die Menschen konnten sich zum Teil an den Küsten ansiedeln, Bauernfamilien wurden zu Fischern, viele wanderten aber aus nach Kanada, USA, Australien. Im entvölkerten Gebiet «wohnten» dann riesige Schafherden. Seit damals sind die Highlands eines der am Dünnsten besiedelten Gebiete in Europa, es ist eine karge, beeindruckende Landschaft. So ist es kein Wunder, dass der Tourismus heute ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für Schottland ist. Seit mehr als dreissig Jahren fahre ich regelmässig nach Schottland und freue mich, wenn Sie mitkommen.

Luisa Heislbetz, Theologin, Langendorf SO


1. Tag, Mittwoch, 26. August 2026
Basel - Edinburgh

Wir treffen uns am Bahnhof SBB Basel um ca. 08.30 Uhr. Über Paris und London fahren wir mit dem Zug nach Edinburgh, wo wir gegen 21.30 eintreffen. Übernachtung in Edinburgh.

2. Tag, Donnerstag, 27. August 2026
Edinburgh - Stirling - Aberfeldy

Erster Halt auf unserer Fahrt in die Highlands ist das geschichtsträchtige Städtchen Stirling, einer der früheren Königssitze. Der Stadtrundgang ist gleichzeitig eine kleine Einführung in die Geschichte Schottlands. Am Nachmittag besuchen wir Scone Palace and Gardens nördlich von Perth. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel in Aberfeldy im Loch Lomond and the Trossachs National Park.

3. Tag, Freitag, 28. August 2026
Lochearnhead - Killin

Der Nationalpark lädt ein zum Entspannen und Wandern: entweder von Lochearnhead zum hübschen Städtchen Killin (ca. 2 Std.) oder am beliebten Loch Katrine. Übernachtung in Aberfeldy.

4. Tag, Samstag, 29. August 2026
Aviemore - Inverness

Wir fahren weiter nach Norden und kommen in den Cairngorms National Park. Die Gegend ist Zentrum des schottischen Wintersports und ein Wanderparadies. Bei Aviemore lädt Loch an Eilein zu einer kurzen Wanderung (Mittagshalt) ein. Ein Kontrastprogramm erwartet uns am Nachmittag: der Besuch der Glenlivet Whiskey Distillery. Am Abend treffen wir in Inverness ein, Übernachtung.

5. Tag, Sonntag, 30. August 2026
Loch Ness

Am Morgen besichtigen wir Inverness, die Hauptstadt der Highlands. Am Nachmittag ist Loch Ness unser Ziel. Mit Loch Onich und Loch Lochy bildet er den Caledonian Canal, und verbindet die Nordsee mit dem Atlantik. Bei einer Schifffahrt geniessen wir die herrliche Landschaft. Wir erfahren, was St. Columba, der Nationalheilige Schottlands, der im 6. Jahrhundert lebte, mit Nessie, dem Loch-Ness-Monster, zu tun hat. Übernachtung in Inverness.

6. Tag, Montag, 31. August 2026
Nairn - Cawdor Castle

Wir machen einen Tagesausflug ins hübsche Küstenstädtchen Nairn. Von dort gelangen wir zu Fuss (ca 2 Stunden durch eine reizvolle Flusslandschaft) oder mit dem Bus zu Cawdor Castle, wo schon Macbeth lebte. Schloss und Gärten sind einen Besuch wert. Übernachtung in Inverness.

7. Tag, Dienstag, 1. September 2026
Pluscarden Abbey - Clava Cairns - Aberdeen

Auf der Fahrt Richtung Osten kommen wir an Culloden vorbei, wo 1746 die Anhänger des schottischen Königshauses eine letzte Schlacht um die Unabhängigkeit verloren. Wir machen Halt an einem viel älteren Ort: vor ca 4000 Jahren wurden die Clava Cairns errichtet, bronzezeitliche Grabstätten, umgeben von Steinkreisen. Übereinstimmend geht man in der Forschung heute davon aus, dass Steinkreise religiöse und soziale Bedeutung hatten. Anschliessend besuchen wir Pluscarden Abbey, die einzige seit dem Mittelalter bestehende Benediktinerabtei in Grossbritannien. Alle anderen Klöster wurden ab 1536 von Henry VIII aufgelöst, als dieser sich zum Oberhaupt der englischen Kirche machte. Nach einem Halt im malerischen Küstenstädtchen Pennan erreichen wir am späteren Nachmittag unser Hotel in Aberdeen.

8. Tag, Mittwoch, 2. September 2026
Dunnotar Castle - Stonehaven

Wir starten den Tag in der geschäftigen Industrie-, Hafen- und Universitätsstadt Aberdeen mit einem Stadtrundgang. Anschliessend bringt uns der Bus zur imposanten Ruine von Dunottar Castle, einem der schottischen Kalendermotive. Wir lassen uns Zeit für die Besichtigung und wandern gemütlich am Meer entlang ins Küstenstädtchen Stonehaven. (knapp 1 Std.) Übernachtung in Aberdeen.

9. Tag, Donnerstag, 3. September 2026
Dundee - Edinburgh

Wir brechen auf Richtung Edinburgh. Unterwegs machen wir Halt in Dundee. Das 2018 eröffnete Victoria & Albert Museum ist das erste Design Museum Schottlands. Wie ein Riesenschiff liegt es an der Mündung des Flusses Tay ins Meer. Weiter geht es in die Stadt Dunfermline, eine der historischen Hauptstädte Schottlands. Die Ruinen von Abtei und Königspalast erinnern daran. Nach kurzer Fahrt erreichen wir Edinburgh, die letzte Station unserer Reise. Übernachtung in Edinburgh.

10. Tag, Freitag, 4. September 2026
Edinburgh

Eine Besichtigung der Altstadt von Edinburgh – von der Burg bis Holyrood, dem Palast des Könishauses, entlang der Royal Mile ist ein Muss. Nach der geführten Tour durch die Altstadt sind Nachmittag und Abend frei zur eigenen Erkundung. Wer eine Pause vom städtischen Getriebe braucht, macht einen Spaziergang zum Carlton Hill oder auf Arthur’s Seat, einem erloschenen Vulkan am Stadtrand oder vertieft seine Schottlandkenntnisse im Nationalmuseum. Übernachtung in Edinburgh.

11. Tag, Samstag, 5. September 2026
Edinburgh - Basel

Früh brechen wir auf und besteigen am Bahnhof Waverley den Zug nach London. Von dort fahren wir via Paris nach Basel (und dann nach Hause).

Programmänderungen bleiben vorbehalten.


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