Spanien
SOLO DIOS BASTA! - GOTT ALLEIN GENÜGT
9.-18. April 2027
Wanderexerzitien in Kastilien auf den Spuren von Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz
mit Theres Spirig-Huber und Karl Graf, Bern
Teresa von Àvila, 1515 in Àvila geboren, war oft von ihrer Heimatstadt aus unterwegs durch die weiten Ebenen unter dem blauen Himmel Kastiliens, über felsige Gebirge, dem gewundenen Lauf von Flüssen entlang, meist zu Fuss. Sie war unterwegs, um Klöster zu gründen, schlichte Orte der Kontemplation in einfachen Wohnhäusern, die sie gern ‹Taubenschläge› nannte. Der päpstliche Nuntius beschimpfte sie als ‹herumstreunendes Weib›. Es war damals sehr ungewöhnlich, dass eine Ordensfrau herumreiste, mit Hausbesitzern verhandelte und sich mit Behörden und kirchlichen Würdenträgern herumschlug.
«Solo Dios basta» war ein Herzens- und Schlüsselwort von Teresa. mit dem wir Sie einladen, auf ihren Spuren in Kastilien, dem Herzen Spaniens, unterwegs zu sein und sich für den eigenen spirituellen Weg inspirieren zu lassen.
Wir werden durch die faszinierende Landschaft wandern, Teresas Heimatstadt Àvila erkunden und unter anderem Segovia besuchen, wo ihr Freund, der Reformer des männlichen Karmeliter-Ordens, Johannes vom Kreuz, wirkte. Auf Schritt und Tritt werden wir der spannenden Geschichte Spaniens begegnen. Noch heute erzählen Moscheen, Synagogen und Kirchen davon, wie im Mittelalter jüdische, christliche und muslimische Menschen ein interreligiöses Mitein-ander pflegten. Wir werden auch Menschen begegnen, die in der heutigen gesellschaftlichen Situation Spaniens im Geiste Teresas leben und wirken. Auch das Flanieren in den mittelalterlichen Städten, deren Charme heute noch zum Verweilen einlädt, darf seinen Platz auf unserer Reise haben.
Als Wanderexerzitien gestaltet, werden wir das Unterwegssein auf den Spuren Teresas mit dem Geist der Exerzitien und den Herausforderungen der Gegenwart verbinden. Wir laden Sie ein, jeden Tag neu aufzubrechen und sich an Teresas Verbindung von Mystik und Engagement zu orientieren.
Wir sind überzeugt, dass diese Wegerfahrungen Zuhause nachwirken werden, in Ihrem ganz konkreten privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Alltag.
Wir werden jeden Tag mit einem spirituellen Impuls beginnen, ein Stück Weg zu Fuss in Stille unterwegs sein und Gelegenheit zu Einzelgesprächen haben. Ausserhalb der Zeiten, in denen wir unterwegs sind, können wir miteinander im Gespräch sein.
Theres Spirig-Huber und Karl Graf
1. Tag, Freitag, 9. April 2027
Basel SBB/Zürich Flughafen – Madrid - Toledo
Am frühen Morgen Treffpunkt auf dem Bahnhof Basel SBB für diejenigen, die mit dem Zug nach Spanien reisen via Mulhouse - Montpellier - Barcelona nach Madrid mit Ankunft gegen 20 Uhr.
Für die Flugreisenden ist der Treffpunkt um 12.30 Uhr auf dem Flughafen Zürich und Flug mit Iberia nach Madrid. Ankunft um 17.20 Uhr.
Treffpunkt nach Ankunft des Zuges in Madrid, Weiterfahrt mit dem eigenen Bus nach und Übernachtung in Toledo.
2. Tag, Samstag, 10. April 2027
Toledo – Die Welt Teresas kennenlernen
Meine Welt neu in den Blick bekommen
In Toledo erkunden wir die Stadt, in der Teresa ihre Biografie («Das Buch meines Lebens») und ihr Hauptwerk («Wohnungen der inneren Burg») zu schreiben begann. Wir entdecken vielfältige interreligiöse Bezüge, die auch im Leben und Werk Teresas eine wichtige Rolle spielen. Übernachtung in Toledo.
3. Tag, Sonntag, 11. April 2027
Unterwegs nach Àvila – Auf den Wegen Teresas
Auf meine Sehnsucht achten
Der Bus bringt uns von Toledo aus an den Ausgangspunkt der Wanderung im Gebirge (Sierra de Gredos). Wir wandern durch Pinienwälder und einem grossen Bergsee entlang. Wir gehen auf dem Weg, den auch Teresa unter die Füsse nahm, wenn sie in ihre Heimatstadt zurückkehrte. So nähern wir uns der eindrücklichen Stadt Àvila mit der mittelalterlichen Umfassungsmauer mit ihren 88 Wehrtürmen. Nachtessen und Übernachtung in Àvila.
4. Tag, Montag, 12. April 2027
Àvila – Der Lebens- und Wirkungsort Teresas
Gottes Wirken in meinem Leben
Tagsüber besuchen wir Orte, die in der Biographie Teresas eine wichtige Rolle spielten: das Menschwerdungskloster, das für ihre spirituelle Suche zu wenig Nahrung bot, und San José, ihre erste konfliktreiche Klostergründung. Am Abend werden wir einem Mitglied des Karmeliterordens begegnen und hören, wie teresianische Spiritualität heute gelebt wird. Übernachtung in Àvila.
5. Tag, Dienstag, 13. April 2027
El Escorial - In der Mitte der Burg
Auf meine Mitte hören, inneres Gebet
Wir besuchen den Königspalast El Escorial, wo die grossen spanischen Könige Karl V. und Philipp II. wirkten, die Teresas Reform unterstützten. Die königliche Burg war für Teresa ein wichtiges mystisches Bild für das Wirken Gottes im Zentrum der Seele. Rückfahrt nach Àvila. Übernachtung.
6. Tag, Mittwoch, 14. April 2027
Alba de Tormes – Der Sterbeort Teresas
Loslassen und Vertrauen
Wir nehmen den letzten Weg Teresas nach Alba de Tormes unter die Füsse und besuchen ihre Todesstätte. «Solo Dios basta - Gott allein genügt». Wir beschäftigen uns mit dem Loslassen und Vertrauen in unserem eigenen Leben. Weiter geht es nach Salamanca. Nachtessen und Übernachtung.
7. Tag, Donnerstag, 15. April 2027
Salamanca - Teresa und die Inquisition
Umgang mit Widerstand
Wir entdecken die mittelalterliche Universitätsstadt Salamanca und erfahren etwas über die geistlichen Begleiter Teresas sowie über ihren Umgang mit der Inquisition, die ihren Schriften kritisch gegenüberstand. Die Frage nach unserem eigenen Umgang mit Widerstand wird uns an diesem Tag beschäftigen. Übernachtung in Salamanca.
8. Tag, Freitag, 16. April 2027
Segovia – Die dunkle Nacht und das Geheimnis des Schmetterlings
Wandlung erfahren, Gott wirken lassen
In der bezaubernden mittelalterlichen Stadt Segovia wirkte Teresas Freund und Reformer des männlichen Karmeliter-Ordens, Johannes vom Kreuz. Wir hören auf seine mystischen Gedichte, Meisterwerke der spanischen Literatur. Sie erzählen von spiritueller Wandlung, die durch die «dunkle Nacht» führt. Teresa brauchte für diese Wandlung das Bild des Schmetterlings.
Den Abend verbringen wir mit einem festlichen Abendessen im Parador von Segovia vor der Kulisse der wunderbar beleuchteten Altstadt. Übernachtung in Segovia.
9. Tag, Samstag, 17. April 2027
Segovia – Rückkehr in meinen Alltag
Wir besuchen die Grabstätte des Johannes vom Kreuz und den Garten, in dem er oft betete und meditierte. Wir nehmen uns Zeit für den Rückblick auf die vergangenen Tage und einen Abschlussgottesdienst. Nach dem Mittag bringt uns der Bus zurück nach Madrid. Übernachtung in Madrid.
10. Tag, Sonntag, 18. April 2027
Madrid - Basel SBB/Zürich Flughafen
Frühmorgens Transfer für die Zugreisenden vom Hotel zum Bahnhof Atocha, von dort Heimreise via Barcelona - Montpellier - Mulhouse nach Basel SBB. Ankunft am Abend. Für die Flugreisenden Transfer zum Flughafen Madrid und Flug mit Iberia nach Zürich, Abflug um 08.40 Uhr, Ankunft um 11.05 Uhr.
Individuelle Weiterreise nach Hause.
Programmänderungen bleiben vorbehalten.
Hier geht es zu den Preisen und Leistungen und zur Anmeldung >


